Mittwoch, November 11, 2009

die erde ist keine diskokugel.




das ist doch mal was: nachdem das oktober-mixtape immer noch nicht hochgeladen ist, schreibe ich nun also auftragsblogs. herr ärger bat mich, bitte einen allesistschlimm-blog zu verfassen. was könnte ich jetzt vom leder ziehen? jeder tag ohne blog ist an sich ein tag mit meckerblog, die leeren zeilen sind ein zeichen der leeren stunden, die mit fehlender zeit und zu viel nichtigkeiten...jaja, die arbeit. schön: in der küche singen gerade die türen "die welt ist schlecht / allein von arbeit / kann man nicht leben / doch doch doch / planet planlos muss zum arbeitsamt". dort

werde ich ja bald auch öfter einen cappucino trinken. ich zähle die tage. quelle geht unter, meine sonne geht auf, bald ist der lehrerjob eine längere fußnote. heute die offiziell letzte leerprobe, wenn ich mir den kalauer gestatten darf, morgen dann die welt. ich könnte ja damit anfangen, den blog zu "monetisieren", wie mir ein neues icon hier im programm anzeigt. nein, wie albern und kindisch. wir haben standgas gesehen und gelebt.
die schüler und schülerinnen im klassenzimmer, oder, wie man gerne in beamtenkürzeln sagt, die ss im kz, waren heute während der lehrprobe wahnsinnig angespannt. ich habe ein bisschen humor reingebracht, bin zu beginn dreimal über meinen stuhl gestolpert, und von sekunde eins an war klar, dass das keine große nummer wird, nicht die stunde, nicht ich. und ich habe es genossen! einfach zu wissen, dass ich mich gerade das letzte mal durch diesen quatsch quälen muss, und jetzt einfach mal selbst abschieße und damit diesen ganzen technokraten zuvor komme. fragetechnik: "ja was denn? ja wie denn? ja wann denn?" die armen kleinen hätten mir so gerne geholfen, aber ich wollte es lieber alleine durchziehen. den moment der niederlage auskosten, den saft des versagens genüsslich ablecken. das hat keinen besonderen spaß gemacht, war aber eine erfahrung wert. ich seh schon, mit meckern ist heute nicht viel. vielleicht liegt's daran, dass ich einfach nur glücklich bin? endlich aus diesem theater aussteigen, nie wieder ganze konversationen, die sich nur ums leid und das leiden drehen, hauptsächlich mit meiner gelernten lieblingsvokabel "ach" bestritten. betreten schaue manche. die einen beim "ach", die anderen anderswo. lay low for the sake of laying. y
ou were not acquainted with your own heart. lass die korken knallen, die bomben sanft fallen. es ist ein gefühl, als würde jemand mit einem mal die luft, die nun eine ganze weile gefehlt hat, mit einem mal in meine lungen pressen. "seltsam" passt nicht und trifft es doch. nein, es tut nicht weh. und schmerz mag ich eh. nein, quirin, ich kann mich nicht beschweren. es geht mir gut. sehr gut. jetzt ab aufs fahrrad, ins monoton, und meine bestellte zomes-cd abholen, einem neuen projekt von asa osbourne von lungfish...da lächelt er...

3 Comments:

Anonymous kkkerstin said...

jaja, das versagen provozieren und genießen, aber vorher schreiben, "jetzt noch lehrprobenstress galore"! alles klar. :-)

7:03 nachm.  
Anonymous herr kaputt said...

failure is the best revenge.

7:51 nachm.  
Anonymous kkkerstin said...

ich versteh schon welche attitude du rüberbringen willst. kommt halt nur etwas aufgesetzt, wenn du dir vorher wieder den lernstress gegeben hast und somit versucht hast gut abzuschneiden.
honesty is the best revenge.

8:46 nachm.  

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