Samstag, Januar 20, 2007

oh la la.

nachdem die knarf rellöm trinität gestern abend vor einem so vollen hemdendienst gespielt hat, dass bille und ich draußenbleiben mussten, blieb nichts anderes übrig, als um die ecke zu gehen auf die neu-eröffnung des muz-clubs.

harmlos-nettes ambiente, eine gepflegt-schlechte auswahl an bands und ungefähr eine quazillion zu viele menschen. so klingt das rezept für einen rauschenden abend.
wirklich überrascht haben mich die robocop kraus-epigonen the plane is on fire. ich habe die band mittlerweile bestimmt fünf- oder sechsmal gesehen, und das nie freiwillig. stell dir vor, es würde eine band geben, die alles, was an dancepunk in den letzten jahren herauskam, zusammen in einen mixer wirft und auf "start" drückt, dann weißt du, was bei plane is on fire herauskommt: eine abgeschmackte, gräuliche , formlose masse. make dance music harmless again. ich musste während ihres ganzen sets - abgesehen von den offensichtlich geklauten robocop-teilen - an the clash denken und an deren song "this is radio clash". an eine punkband, die plötzlich den schritt in den dancebereich wagt und einen der schmutzigsten funksongs ever zusammenbaut, eine blaupause für die kommenden jahrzehnte. aber das ist wie beim flüsterpost-spielen, wo am ende der reihe auch immer zusammenhangloser quatsch herauskommt.

mein anderes highlight war ein gespräch zweier älterer herren, die wohl beide in einer rockband spielten, und denen man das muckertum quasi am ergrauten vokuhila ablesen konnte. die beiden standen auf einmal neben uns und begannen, ein achtzehnjähriges indiemädchen anzubaggern. und zwar mit dem spruch "sag mal, magst du musik?". im laufe des gesprächs stellte sich heraus, dass das mädchen in einer band mit dem nicht mehr zu übertrumpfenden namen "electra's forest" spielt. die muckermänner erzählten irgendwas zusammenhangloses von einer ac/dc- und guns'n roses-coverband. das mädchen stand auf und ging, zurecht, während sich die typen weiter über bühnenpräsenz und auftreten ihrer eigenen kapelle sorgen machten und zu der schlußfolgerung kamen, dass es eben abwechslungsreich sein muss: "du musst den leuten zeigen wo's lang geht. eine ballade darf nur mit keyboard und gesang sein."

nachdem sich gegen ende des abends die ober-appartschicks der antifa nürnberg so sehr über ein auf der tanzfläche von ihnen geschossenes bild erzürnten, dass der fotograf unter androhung von roher gewalt zum löschen von selbigem gezwungen wurde und ich mich eine stunde lang in einem streit mit einem typ vom sellfish-internetzine (ich werde den sinn von internetzines nie verstehen) im kreis drehte, war es zeit, den absprung zu machen.
zum glück war herr möller ausverkauft! this was fun!

1 Comments:

Anonymous J. said...

Ich liebe Bands!

Dein Jot.

1:34 vorm.  

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