Donnerstag, Oktober 16, 2008

right to reggae.

wenn es die masse der kleinen unannehmlichkeiten ist, die einen kaputt macht, so ist es die seltenheit der guten momente, die leben auf dem planeten erde zulässt. vor meinem fenster geht literweise wasser runter. hinter dem schornstein, der sich, ebenfalls vor dem glas, mitten im wald plaziert hat, steigen schon wieder die ersten nebelschwaden auf. an manchen abenden hat man den eindruck, man würde in einem hafen sitzen. alles um einen herum ist zugekrochen, engelshaar legt sich auf jeden ast und jedes auto und kümmert sich den feuchten kehricht um natur und kultur.

vor nicht ganz zwei sekunden habe ich ein eichhörnchen dabei beobachtet, wie es, einem superhelden gleich, von einem ast zum nächsten segelte und aufgrund einer peinlichen falschschätzung abstürzte. hörnchen passiert so etwas also auch.

kurz nach schulschluss war ich in einem supermarkt, um toastbrot zu kaufen. in der schule habe ich heute die 12jährigen höhlenbilder malen lassen. bezaubernd, wie viele die einfache formel mensch + mensch = herz aufzeichneten. die einfachste, die naheliegendste kommunikationsgrundlage.
im supermarkt kam es dann, schaumig wie eine warme weiße welle, über mich. ich, der einzige kunde. verstreute verkäuferinnen, schlechtgekleidete eichhörnchen, räumen seelenruhig toastbrot in tausend regale. und durch die boxen dröhnt "reggae night" von jimmy cliff. es geht nicht unpassender. ich werfe mein toastbrot in die luft, fange es wieder auf, schlage eine kleine wahrheit auf meinen steeldrums und tanze durch den markt.

1 Comments:

Anonymous rené said...

http://de.youtube.com/watch?v=dFtLONl4cNc

2:33 vorm.  

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