lights out.
und dank marks sehr percussivem schlagzeugspiel, alex' extrem eigenem gesangsstil und den fantastischen gegenläufigen gitarrenlinien von moe und jörn drängen sich sogar lifter puller als anhaltspunkt auf. nicht nur, weil sie diese zitieren: "first there's violence, then there's silence." the manual kommen nicht nur extrem sympathisch, sondern auch verdammt eigen rüber. auch wenn sie vor aufregung meistens die augen zuhatten.
samstag vor einer woche habe ich zum beispiel solch eine band gesehen, wrong kong hießen sie. haben zwei tage lang am livesound mit dem mischer herumgefeilt, um einen perfekten ersten auftritt hinzulegen. und was kam dabei herum? nichts. eine sterile show, kein instrument zu laut, keines zu leise, musiker in schwarz-weißen uniformen, die ob der sehr auf die show und den effekt ausgerichteten leadsängerin eher wie statisten wirkten. die sängerin konnte zwar extrem gut singen, dank des immer wieder gleichen stimmeffekts klang das aber so leblos, dass es auch playback hätte sein können. klar, publikumskontakt war gleich null. ich kann mich gar nicht erinnern, ob ich jemals zuvor eine band gesehen habe, die so viel distanz aufgebaut hat. auch das lag klar an den musikerstatisten und der selbstdarstellungs-sängerin, die bei fast jedem song den kopfschmuck wechselte. als sie irgendwann eine polizistenmütze trug, ging mir das wort "faschisten-fasching" nicht mehr aus dem kopf. tanz die gleichschaltung. nein danke. das geht auch echter.
außerdem wird es wirklich einmal zeit, dass ich auf die großartigen fotografien von michelle pullman hinweise, einer recht jungen fotografin aus los angeles, die nicht nur eines der besten fotos von lungfish gemacht hat, das ich je gesehen habe, sondern auch ein gutes auge für gute portraits besitzt:
ich habe recht oft und gerne ihren alten blog, the golden hearts besucht, und erst vor kurzem gesehen, dass sie jetzt eben eine eigene website für die fotos hat. was ich daran wirklich mag, ist, wie sie es schafft, zum einen einen sehr lebendigen moment darzustellen, der dir beinahe ins gesicht springt und andererseits ganz deutlich zu konservieren, mithilfe der starken kontraste den moment als werk darzustellen, als bild, das tatsächlich mit dir kommuniziert.
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